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Samstag, 22. Oktober 2016

Ingolstadt

Los ging’s gegen 8:00 ab Dortmund. Die Fahrt verlief ohne größere Staus und dauerte knapp unter 6 Stunden. Wir hatten uns ein Zimmer etwas außerhalb der Stadt genommen. Einfach, aber dafür ein sehr gutes Frühstück am nächsten Morgen. Da wir nach dem Spiel nicht zurück zum Hotel sondern direkt in die Stadt wollten, fuhren wir dekadent mit dem Taxi zum Stadion. Ich dachte zunächst, wir würden an einem Umspannwerk aussteigen – zumindest sah das Stadion so ein Bisschen so aus, wie Baumarkt, der als Straßenbahn getarnt war. Was man denen allerdings lassen muss: Vor dem Stadion gibt es eine Art Holzhütte, wo es Bier und zünftiges Essen gibt. Da ich das vorher jedoch nicht wusste, hatte ich eine Fleischwurst und einen Apfel dabei. Beides musst ich am Eingang abgeben – es wurde allerdings ordentlich mit einem Aufkleber versehen, so dass ich es nach dem Spiel zurückbekam. Vom Stadion aus gab es dann einen kostenlosen Shuttleservice in die Innenstadt. Die Innen-/ Altstadt ist recht klein, ganz nett, aber einen Städtetrip muss man nicht hin machen. Dort konnte man günstig und zünftig speisen. Die Kneipenlandschaft für das Bier danach war allerdings doch sehr überschaubar. Und noch überschaubarer waren die Taxen, die einen hätten ins Hotel bringen können.
Fazit: Es ist schon eine Ochsentour und die Leute/ Fans dort sind ganz ok. Allerdings trugen viele zu ihrem Verein noch zusätzlich einen Langeweilerschal, so dass man nach einem Abstieg wohl direkt wieder auf die umsteigen kann.

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Schwarzgelbe Grüße von
: Manuel

Donnerstag, 21. April 2016

Sonntags im Industriegebiet


23.08.2015 FC Ingolstadt 04 – BVB 0:4

Sonntagsspiel sind schon ein Dorn im Auge eines jeden Auswärtsfahrers. Sonntags irgendwo in der bayrischen Pampa bei einem traditionsbeladenen Neuling in der Liga sind dann noch mal die Schaumkrone auf dem Pils…

So klingelte der Wecker bereits gegen 4 Uhr an diesem Sonntagmorgen. Der Bus Richtung Audi-Stadt startete bereits um 05:30 Uhr vom Dortmunder Busbahnhof. Das erste Hefeteilchen also um 05 Uhr morgens, eigentlich die Zeit am Wochenende, wenn man das letzte Kaltgetränke vom samstäglichen Streifzug durch die Gemeinde nimmt…

Nach nur 6 Stunden feuchtfröhlicher Busfahrt erreichen wir Ingolstadt, d.h. wir steigen irgendwo an einem See aus mit Wald aus. Von Stadt und Stadion nichts zu sehen. Ein findiger einheimischer Wirt hatte ein paar Tage zuvor Werbung für sein idyllisches Lokal bei sämtlichen BVB-Fanclubs per Mail gemacht und so steuerte unser Bus dieses Lokal an. Zugegeben, sehr nett und urtypisch. Schnell gabs einheimische Kost auf die Gabel und ins Glas. Schnell kam man auch mit einigen Einheimischen ins Gespräch, die sichtlich überrascht – aber doch freundlich – vom schwarzgelben Mob bei der mittäglichen Brotzeit wurden. Fußball und Ingolstadt – das passt nicht. Ja, die Buyern oder der Club, die sind eigentlich des Ingolstädter Lieblingsclubs. Der FCI läuft nebenher, weils gerade bequem ist. Wenn schon Sport aus der Heimat, dann Eishockey, wo man als amtierender Meister ja auch durchaus erfolgreich ist.

Nach ein paar Pils bzw. Bräu machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Dieses lag fußläufig am Rande des Naherholungsgebiets. Unterwegs luden wir noch ein paar Kaltgetränke an einem Büdchen nach. „Pottbrause“, wie man abfällig unseren Wunsch nach Pils kommentierte…

Nach ca. 20 Minuten verließen wir das idyllische Plätzchen und standen auf einmal mitten in einem Industriegebiet. Die ersten Ingolstädter bekamen wir nun auch zu Gesicht. Das Stadion konnte also nicht weit sein. Zwischen Bauhof und Holzgroßhandel tauchte es dann auch auf. Schmuckkästchen wäre der falsche Ausdruck, architektonisch anspruchsvoll wäre übertrieben und Flair und Charme suchte man allenfalls auf den Brachflächen davor. Ein typischer Betonklotz der Marke Gladbach, Hoffenheim usw. Wie übliche, verzichtete man auch gleich auf die Fanversorgung vorm Stadion. Im Stadion wurde das leider mittlerweile fast überall übliche alkoholfreie Getränk angeboten. Eine Unart, die sich besonders in den Stadien der neueren Bundesligaclubs eingebürgert hat.

Die Stimmung der Heimfans war ganz passabel. Irgendwie merkte man, dass das Spiel etwas Besonderes war. Immerhin das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte und dann gleich gegen uns. Der Gästeblock war voll und die Stimmung entsprechend gut. Das Spiel ist schnell erzählt. Nach abwartender, teilweise zäher erster Halbzeit, folgte der kurze Prozess in Halbzeit zwei. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung.

Nach dem Spiel stiegen wir gleich aus dem Block stolpernd in den Bus. Dieser parkte quasi direkt vorm Gästeblock. Die Rückreise verlief entsprechend. Die trockene Zeit im Stadion musste kompensiert werden. Aber irgendwann mussten auch wir Tribut zollen und die letzten 100 km gingen wir schon mal in die Einschlafphase über. Um 01:30 Uhr am Montagmorgen erreichten wir den ZOB in Dortmund.

Ochsentour, aber sehr geil. Trotzdem, Sonntagsspiele bei denen man quer durch die Republik reisen muss, muss man nicht immer haben…


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Schwarzgelbe Grüße von
:

Holger