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Montag, 2. Dezember 2013

Eine Co-Farce

Wir fahren mit dem Bus zum Hauptbahnhof in Mainz, von wo aus Shuttlebusse starten. Nach den Berichten aus der Vorsaison hatte ich auch eine ungefähre Vorstellung. Und siehe da: Am Stadtrand tauchte plötzlich ein riesiger Baumarkt auf. Die Shuttles halten aber nicht etwa davor, sondern 500 m weit weg.

Die erste Kniffeligkeit: Der Eingang für die Gästefans ist nicht auffindbar. Doch dann sehen wir im Acker 2 Tore. Von dort müssen wir durch einen Tunnel zurück ins Stadion. Allerdings mussten wir erst mal reinkommen. Die Frauen haben einen extra Eingang und warteten bereits auf uns, während wir die Verbote studieren: Weinpulle und –glas sowie Sektglas haben wir eh nicht dabei. Das Bier schien erlaubt. Leider hatten wir keins, da auf dem ganzen Weg bis zum Baumarkt kein einziger Stand oder ähnliches war… Ein Problem deutete sich ab: Klorollen, Leitern und Koffern waren ebenfalls verboten – was daheim zu meiner Standardstadionausrüstung gehört. Wenigstens hatte ich mein Nunchaku daheim gelassen…

Im Stadion entsteht schnell eine Diskussion, welcher Spieler welche Rolle habe. Die Spieler scheinen scheinbar die gleiche Frage zu haben. Das (d.h. unser) Spiel ist entsprechend schlecht. Trotzdem gewinnen wir.

Traurig ist die Hardcore-Werbung: Man stelle sich vor, daheim von Nobby mit folgenden Worten begrüßt zu werden: "Wie ist die Stimmung auf der Landesbank Nordrhein-Westfalen Tribüne?"
Wir gehen in die Baumarktkneipe und zu allem Überfluss kommt auch noch der Manager vorbei. Wir trinken mit den Mainzer Fans ein paar Pils. Der Eine ist eigentlich Stuttgart-an, der andere eigentlich KSC, aber das gestehen wir denen mal zu, ist ja noch ein recht junger Verein (was den erfolgreichen Fußball angeht - erkennbar am Baumarkt statt am "richtigen" Stadion).

Später in der Stadt geht es weiter in einem Laden wie unserem Stade nur mit weniger Asseln. Überall bekommen wir (trotz des unverdienten Sieges!) Sympathiebekundungen. Schon sehr angenehm, nach dem Spiel zu feiern, ohne angepöbelt zu werden. Der Trip ist nächste Saison wieder gebucht!

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Schwarzgelbe Grüße von
: Manuel & Steffi

Mittwoch, 28. November 2012

Auf zum Karnevalsverein

Der Baumarkt zu Mainz.
Auswärts in Mainz. Wie immer gut gelaunt und ein Auto voller Pils gings die 45 runter. Mainz ist ja nun eigentlich das Gegenteil von Amsterdam, also stellten wir uns jetzt nicht unbedingt auf PKW-Attacken ab Frankfurt, Leuchtraketen auf den Gästeblock, verdecktes Sächsisch in Stadionnähe und ein Killer-Kommando der berüchtigten M-Side ein.
Wir erreichten gegen 14 Uhr den Shuttle-Parkplatz irgendwo auf einem freien Feld. Wo zum Teufel waren wir hier denn? Wir stiegen in den wartenden Shuttle, der voller Mainzer war. Alles locker und man kam schnell ins Gespräch mit den Leuten. Dortmund finden alle toll dort usw. Nach ein paar Minuten sahen wir dann die neue Coface-Arena. Der erste Eindruck von Mo war „Ist das ein Baumarkt?“, was gleich zum Gelächter unter den Mainzern führte. So richtig ernst nehmen die sich halt nicht. Am Stadion trafen wir dann auf den Rest unserer Reisegruppe und nahmen erstmal die ersten frisch Gezapften zu uns. Das Stadion ist schon echt ne seltsame Nummer. Mitten auf der grünen Wiese, in Uni-Nähe, ohne Parkplätze, steht da ein rote Kiste im Hornbach-Style aus Beton. Das wars. Egal, erfüllt ja seinen Zweck und einmal pro Saison hält man das auch aus. Am Gästeeingang verlief ebenfalls alles locker und entspannt. Die Ordner waren überaus freundlich. Die sind sogar sowas von vernagelt freundlich, dass sie unsere abgrundtiefe Abneigung gegenüber den blauen Wixxern nicht verstehen.
Mal was völlig anderes zu dem, was einem sonst so in der Liga begegnet. Pils mit Vollstoff gab es auch im Gästebereich, der Tag verlief als erneut mehr als perfekt. Bezahlen konnte man Wahlweise per Stadionkarte, Chip auf der EC-Karte oder in Bar. Alles sehr gastfreundlich. Wir wurden vom Stadionsprecher und den Mainzern sehr freundlich begrüßt. Glückwünsche zum Erreichen des Achtelfinals der CL wurden mit Applaus serviert, dazu durften wir unsere Aufstellung, wie daheim, selber aufrufen. Das „die 3 Punkte bleiben heute hier“ klang wenig überzeugend.
Hatte alles schon etwas von Amsterdam, weil alles schon fast zu nett war…
Das sollte auch das 0-1 nicht trüben, im Gegenteil, der Support wurde eher noch lauter. Dann wdas Ding souverän gedreht und nach Hause gefahren…
Wir dann auch.

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Schwarzgelbe Grüße von
: Holger